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1. Machen Sie sich klar, warum Sie den
Job haben wollen.
Was ist ihre Motivation? Wollen Sie beruflich
vorankommen, Karriere machen? Wie viel sind Sie bereit, dafür zu tun? Wie
wird Ihr berufliches / persönliches Umfeld darauf reagieren? Und vor
allem: warum glauben Sie, daß man Ihnen diesen Job geben soll bzw.
gegeben hat? Was erwartet(e) man von Ihnen? Haben Sie den Rückhalt (z.B.
einen Paten) im Management? An wen können Sie sich wenden, wenn´s mal
nicht so läuft, wie es laufen soll? Was, wenn Sie das Projekt bzw. mit
dem Projekt wider die Wand fahren? Wenn Sie alle Konsequenzen bedacht
haben, sollten Sie es tun!
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2. Lernen Sie die Ziele Ihres
Auftraggebers kennen.
Kennen Sie eigentlich Ihren Auftraggeber (Project
Owner), sprich: die Person die für dieses Projekt letztlich zahlt? Diese
Frage ist leider keineswegs so trivial, insbesondere dann nicht, wenn
mehrere "Eigentümer" hier im Boot sind. Worin besteht der
konkrete Nutzen für den Auftraggeber? Sind die Ziele, die er mit diesem
Projekt verfolgt aussagekräftig formuliert (in Teilziele zerlegt und
operationalisert) und in der Projektdokumentation aufgeführt? Wurde eine
Kosten-Nutzen-Betrachtung durchgeführt? Wenn Sie die Ziele Ihres
Auftraggebers kennen, wissen Sie, wie wichtig gerade dieses Projekt ist.
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3. Binden Sie den Auftraggeber ein.
Daß Sie Ihren Auftraggeber über den
Projektfortschritt auf dem laufenden halten, ist natürlich Pflicht. Aber
woran viele PL kaum denken: der Auftraggeber möchte selten erst am Ende
wissen, wie das Projekt gelaufen ist. Die wirkungsvollste Maßnahme -
neben den monatlichen Reports - ist die Einbindung des Auftraggebers in
den Lenkungsausschuß oder Projektsteuererungsgremium. Legen Sie die
Spielregeln fest (wenn es keine Unternehmensstandards gibt): wie oft soll
dieses Gremium tagen? In welcher Besetzung? |
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4.
Übernehmen Sie keine Aufwandsschätzung, die Sie nicht selbst geprüft haben.
Häufig sind die vorab geschätzten Aufwände
mehr oder minder politische Schätzungen, d.h. zu diesem Preis (bewertete
Personal- und Sachaufwände) scheint das Projekt aus Sicht des
Auftraggebers machbar und wünschbar. Aber bedenken Sie: Sie tragen die
Verantwortung für das Projekt; für Überschreitungen wird der
Projektleiter in der Regel in die Pflicht genommen. Neben den in der
Informationsverarbeitung gebräuchlichen Verfahren (COCOMO, Function
Point, Data Point etc.) hat sich aus unserer Sicht die Schätzklausur nach
der Delphimethode bewährt. |
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5. Stellen Sie Ihr Team zusammen.
Mit anderen Worten: Sie sollten sich die Leute
heraussuchen, von denen Sie überzeugt sind, daß sie passen, daß
sie von ihrem Profil zum Projekt passen. Leider sind natürlich die besten
Leute nie verfügbar. Bei größeren Projekten empfiehlt es sich ein
Kernteam zu haben, das über alle Projektphasen zusammenbleibt. Begehen
Sie nicht den Fehler, die Leute nur nach Ihrer Nase auszusuchen.
Ein gutes Mittel, sich ein Bild über die Teamzusammensetzung und das
spezifische Teamnaturell zu verschaffen, ist das H.D.I.-Spiel. Definieren
Sie vor allem die Spielregeln im Team (und dokumentieren Sie sie z.B. im
Projektkontrakt). Sind sie sich im Team auch über die Kompetenzen und
Eskalationsprozeduren im klaren und einig? |
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6. Ja, mach nur einen Plan ... (frei
nach Brecht)
Obwohl auch gut geplante Projekte meistens länger
dauern als geplant: eine gute Planung ist trotzdem durch nichts zu
ersetzen. Haben Sie die Meilensteine benannt? Die Vorgänge mit ihren
kritischen Pfade aufgenommen? Die Berichtszeitpunkte festgelegt? Die
Personal- und ggf. die Sachaufwände entsprechend
zugeordnet? Und vor allem - mit dem Team abgestimmt und durchgesprochen? |
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7. A fool with a tool is still a fool.
Für größere Projekt ( > 30 AT) ist der
Einsatz eines PM-Tools eigentlich unverzichtbar; meistens vorhanden, gut
bedienbar und recht leistungsfähig ist MS-Project. Wenn Sie ein anderes
Werkzeug wollen - schauen Sie doch hier mal rein:
http://managementsoftware.de/management.htm
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8. Vertrauen ist gut ...
Controlling auch. Leider gibt es eine Reihe von
unverwüstlichen Trends, die einem als PL das Leben schwer machen: zum
Beispiel der Irrglaube, daß Fertigstellungsgrad und Restaufwand quasi
automatisch parallel gehen. Mit anderen Worten: ein Fertigstellungsgrad
von 90% heißt leider nicht, daß die noch als vorhanden ausgewiesenen 10%
Ressourcen für die 100% Fertigstellung ausreichen. Ein anderer
verhängnisvoller Fehler ist der Glaube, daß eine unsichtbare Hand - ganz
am Ende - das verfahrene Projekt wieder aus dem Schlamassel holen wird
(Denn anders ist es nicht zu erklären, daß das Scheitern zwar
frühzeitig absehbar ist, das Team aber glaubt, den großen Paukenschlag
abwarten zu müssen.) Ein gutes Mittel, sich kontinuierlich Überblick
über den erwarteten Projekerfolg zu verschaffen, ist z.B.
die
Meilenstein-Trendanalyse. |
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9. Meetings as usual
Vereinbaren Sie einen jour fix, um wöchentlich
die jeweiligen Ergebnisse, Hindernisse, Schwierigkeiten etc. zu fixieren.
Gut geeignet ist eine Metaplanwand, wo die Aufwandstage und erzielten
Ergebnisstände abgetragen werden können. Dauer: 1/2 Stunde bis 1 Stunde.
Ansonsten planen Sie frühzeitig die Termine für Meilenstein-Reviews,
QS-Termine, Sitzungen des Projektlenkungsausschusses etc.
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10. Wer schreibt, der bleibt ...
Das Projekt sollte auf jeden Fall gut
dokumentiert sein. Gut heißt: andere könn(t)en sich anhand der
Projektdokumentation in das laufende Projekt einarbeiten. Gerade wenn es
darum geht, im Abschlußreview festzuhalten, was gut und was weniger gut
im Projekt gelaufen ist, ist eine aussagekräftige Dokumentation
unverzichtbar. In den Projektordner gehören nicht nur die Projektpläne,
sondern auch die Protokolle und der Schriftwechsel, die Change Requests
etc.
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