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Quo vadis, PM-Org?

 

 

 
Überprüfung der Meßbarkeit von Projekten (=Output der PM-Organisation)

Wer die Leistungsfähigkeit seiner Projektmanagement-Organisation einschätzen will, hat in der Regel nicht allzu viele praktikable Möglichkeiten. Das grundlegende Problem besteht meist darin, daß gerade bei Projektfehlschlägen kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Projektstatus und dem Status der PM-Organisation ableitbar ist. Viele Projektfehlschläge wirken auf Außenstehende (Auftraggeber, Lenkungsausschuß, Geschäftsführung) wie Naturereignisse.

Der erste Schritt, um Effizienz und Effektivität der PM-Organisation zu überprüfen ist ein Check der weitergemeldenten Projektkennziffern. Zwar gibt es eine Reihe von normierten quantitativen Meßverfahren (die dann häufig als Ampeldarstellung verkürzt werden), aber Anspruch und Wirklichkeit liegen nach meiner Erfahrung hier oft weit auseinander. Das m.E. aussagekräftigste Verfahren ist die Earned-Value-Methode (EVM), die aber häufig nur allzu halbherzig implementiert bzw. umgesetzt wird. Bevor irgend etwas verändert wird, sollte man die Gelegenheit nutzten, zuerst einmal valide Projektkennziffern (Soll, Ist, Restwert) zu implementieren: nur so wird die Meßbarkeit von organisatorischen Veränderungen gewährleistet.
 

 
  Kritische Erfolgsfaktoren

Im zweiten Schritt wird man dann untersuchen, welche Erfolgs- bzw. genauer: welche Mißerfolgsfaktoren die suboptimalen Leistungen verursacht haben. Nach EVM wird man sagen können, daß Ressourcen (Zeit, Geld) im Projekt verschwendet wurden. Das Modell liefert keinen konkreten Hinweis, warum bzw. wie es dazu im einzelnen gekommen ist. In einer ersten Näherung kann man pragmatisch die projektübergreifenden  kritischen Erfolgsfaktoren (KEF) ermitteln und gewichten.

  • Projektplanung (Aufgaben, Ressourcen etc.)
  • Risikomanagement
  • Kommunikation Auftraggeber (Projektdefinition)
  • Teammanagement (Projektführung, Qualifikation, Konfliktmanagement etc.)
  • Projektsteuerung (CR-Verfahren, Change- & Claimsmanagement, Controlling etc.)
  • PM-Tools
 
Backtracking

Die modellierten kritischen Erfolgsfaktoren beziehen ihre Wirksamkeit (oder Unwirksamkeit) aus der Umsetzung der für Projekte geltenden Richtlinien, Spielregeln oder PM-Guidelines. Im dritten Schritt kommt es also darauf an, die kritische Erfolgsfaktoren auf ihre Verankerung in den organisatorischen Spielregeln zurückzuverfolgen. Konkret wird nachgefragt, welche Regeln zur Beeinflussung der o.g. kritischen Erfolgsfaktoren existieren und wie sie operational umgesetzt (und angewendet) werden.

Anhand dieses dreistufigen Checks kann dann hinreichend zuverlässig der konkrete Status der untersuchten PM-Organisation bestimmt werden.

 
   

Natürlich sind wir Ihnen auch gerne behilflich bei der weiteren Professionalisierung Ihres Projektmanagements. Wir ermitteln für Sie den aktuellen Status Ihrer PM-Organisation, diskutieren mit Ihnen den Reifegrad und legen weitere Professionalisierungsschritte fest, z.B.:

  • Einführung eines übergreifenden PM-Qualitätsmanagements mit entsprechenden Controllinginstrumenten
  • Temporäre Übernahmen und Streamlining von ungeordneten und kränkelnden Projekten
  • Bedarfsplanung für weiterführenden Qualifizierungsmaßnahmen