| Für die USA nimmt die Standish Group an, daß jedes Jahr
ca. 250 Billionen Dollar für ca. 175.000 IT-Anwendungsprojekte ausgegeben
wird. Man jetzt kein großer Rechenkünstler sein, um diese Blindleistung
für das eigene Unternehmen hochzurechnen.
Man kann den Erfolg sozusagen an einer Hand abzählen: ein Finger steht
für ein durchschnittliches Gelingen von weniger als 20%. Die restlichen
Finger der Hand stehen für Ärger, Frustration sowie Verschwendung von
Kosten, Zeit und persönlicher Energie.
Die Gründe für das Scheitern im einzeln
waren:
- Unvollständig spezifizierte Anforderungen
(13,1%)
- Unzureichende Anwenderbeteiligung (12,4%)
- Ressourcelücken (10,6%)
- Unrealistische Erwartungen (9,9%)
- Fehlende Top-Managementunterstützung (9,3%)
- Veränderte Anforderungen und Spezifikationen (8,7%)
- Planungsfehler /-lücken (8,1%)
- Überflüssig, nicht mehr gebraucht (7,5%)
- Lücken im IT-Management (6,2%)
- Technologische Unsicherheit / Unwissenheit (4,3%)
- Sonstige (9,9%)
Befragt nach den Erfolgsfaktoren ergab
sich ein ähnlich gelagertes Bild:
- Einbeziehung der Anwender (15,9%)
- Top-Managementunterstützung (13,9%)
- Präzise Anforderungen (13,0%)
- Gute Planung (9,6%)
- Realistische Erwartungen (8,3%)
- Kleinere Meilensteine (7,7%)
- Kompetente Mannschaft (7,2%)
- Auftraggeber, der seine Verantwortung wahrnimmt (5,3%)
- Vision und klare Zielsetzung (2,9%)
- Motivierte und leistungsbereite Projektteams (2,4%)
- Andere (13,9%)
Was es
konkret bedeutet:
- Ihr Unternehmen
produziert BLINDLEISTUNG: von 100 Projekttagen mit einem
durchschnittlichen Verrechnungssatz von 500 € intern (und ca. 1.000 €
extern) werden 31 x 500 = 15.500 € direkt in den Sand gesetzt und in mehr
als 50 Tagen werden Leistungen erbracht, die ihr Geld vielleicht höchstens
zur Hälfte wert sind (also ca. 12.500 €). Mit anderen Worten: schlampiges,
ineffizientes Projektmanagement kostet ein Unternehmen ca. 28.000 €
bezogen auf 100 Projekttage.
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